Ökonomik des Journalismus 1: Positive Externalitäten, oder: Warum Journalismus wichtig ist

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Abstract

Dieses Kapitel analysiert die gesellschaftliche Bedeutung des Journalismus aus ökonomischer Perspektive. Ökonomisch betrachtet ist Journalismus ein Gut mit ausgeprägten positiven Externalitäten, da sich ein erheblicher Teil seines gesellschaftlichen Nutzens nicht in der individuellen Zahlungsbereitschaft widerspiegelt. Empirische Forschung, insbesondere zu sogenannten „Nachrichtenwüsten“, zeigt, dass der Rückgang von (lokalem) Journalismus mit geringerer Wahlbeteiligung, steigender politischer Polarisierung, sinkendem politischen Wissen sowie schwächerer politischer und wirtschaftlicher Kontrolle einhergeht. Dieser gesellschaftliche Nutzen entsteht in wesentlichen Teilen durch positive Externalitäten und führt zu einer Unterversorgung mit Journalismus. Die Digitalisierung hat dieses Problem verschärft, da sie traditionelle Erlösmodelle (insbesondere durch Werbung und Anzeigen) untergräbt und die wirtschaftliche Verwertbarkeit journalistischer Inhalte erschwert. Der Beitrag diskutiert verschiedene Regulierungs- und Förderansätze zur Korrektur dieses Marktversagens, darunter öffentlich-rechtliche Medien, sowie Nachfrage- und Angebotsförderung.

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