Monitor Digitale Arbeitsgesellschaft – Kurzbericht der zweiten Befragungswelle. Steigende Informiertheit und kollegiale Unterstützung durch KI

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Abstract

Der Kurzbericht präsentiert zentrale Ergebnisse der zweiten von vier repräsentativen Befragungswellen der Studie Monitor Digitale Arbeitsgesellschaft, die im Rahmen des Forschungsprojekts Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz 3.0 durchgeführt wurde. Grundlage sind die Angaben von 1.651 Befragten (925 Erwerbstätige, 726 Nichterwerbstätige) im Juli 2025; der Bericht legt einen besonderen Fokus auf Entwicklungen im Vergleich zur ersten Erhebung zu Beginn des Jahres 2025. Insgesamt bleiben die Einstellungen gegenüber Künstlicher Intelligenz (KI) in der Bevölkerung ambivalent, zeigen jedoch leichte Verschiebungen hin zu größerer Informiertheit, differenzierteren Bewertungen und steigender Akzeptanz, insbesondere unter Erwerbstätigen. Diese berichten häufiger persönlichen Nutzen durch KI, während die Wahrnehmung gesellschaftlicher Risiken verhaltener positiv ausfällt. In der Arbeitswelt bleibt die affektive Haltung gegenüber KI stabil positiv, zugleich entwickeln sich einzelne kognitive Bewertungen moderat in Richtung positiverer Einschätzungen, etwa in Bezug auf Einkommen, Karrierechancen und Kompetenzanforderungen. Die Jobunsicherheit bleibt insgesamt niedrig; die allgemeine Sorge vor einer KI-bedingten Ersetzung menschlicher Arbeit nimmt leicht ab. Parallel dazu steigt die berufliche Nutzung von KI deutlich, insbesondere von generativer KI, und weitet sich von routinisierten hin zu komplexeren und kreativen Aufgaben aus. Insgesamt deuten die Ergebnisse auf einen graduellen Übergang von Unsicherheit zu stärker erfahrungsbasierter Auseinandersetzung mit KI hin, wobei KI zunehmend als kollegiale Unterstützung wahrgenommen wird, ohne dass bestehende Ambivalenzen vollständig aufgelöst sind.

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