Monitor Digitale Arbeitsgesellschaft – Kurzbericht der ersten Befragungswelle. Zwischen Interesse, Ambivalenz und Unsicherheit: Wie Erwerbstätige KI bewerten und nutzen
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Der Kurzbericht präsentiert zentrale Ergebnisse der ersten von vier repräsentativen Befragungswellen der Studie Monitor Digitale Arbeitsgesellschaft, die im Rahmen des Forschungsprojekts Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz 3.0 durchgeführt wurde. Untersucht wurden die Wahrnehmungen und Einstellungen sowie das Nutzungsverhalten der 1.657 Befragten (1.119 Erwerbstätige, 538 Nichterwerbstätige) zu Beginn des Jahres 2025. Die überwiegend ambivalenten Einstellungen gegenüber KI in der Bevölkerung weisen lediglich geringfügige Unterschiede zwischen Erwerbstätigen und Nichterwerbstätigen auf. In der Arbeitswelt äußern Erwerbstätige zunächst eine eher positive affektive Haltung gegenüber KI, die sich jedoch bei der konkreten Bewertung einzelner Arbeitsbedingungen relativiert. Während Befragte Entlastungspotenziale durch den KI-Einsatz in Hinblick auf Arbeitsbelastung und Gesundheitsschutz sehen, bewerten sie die KI-Auswirkungen auf Datenschutz, soziale Kontakte und Mitbestimmung kritisch. Konkrete Sorgen um Arbeitsplatzverlust oder Karriere bleiben bislang begrenzt. Zugleich zeigt sich eine zunehmende, überwiegend freiwillige Nutzung von KI am Arbeitsplatz. Insgesamt deuten die Ergebnisse auf noch instabile und kontextabhängige Einstellungsmuster hin, die durch eine hohe Ambivalenz gekennzeichnet sind.