Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz. Die KI-Nutzung unter Erwerbstätigen – Unterschiede zwischen Erwerbsklassen, Nutzungsprofilen und Folgenwahrnehmungen von KI am Arbeitsplatz

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Abstract

Der Kurzbericht präsentiert zentrale Ergebnisse einer Segmentierungsstudie des Projekts Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz 3.0 (MeMo:KI 3.0), die im Juni 2025 durchgeführt wurde. Analysiert wird die Nutzungshäufigkeit von Künstlicher Intelligenz (KI) unter 1.987 Erwerbstätigen in Deutschland sowie deren Zusammenhang mit Erwerbsklassen, soziodemografischen Merkmalen und arbeitsbezogenen Einstellungen. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen Erwerbsklassen auf Grundlage der Oesch-Klassifikation. Höher qualifizierte Gruppen mit technischer oder soziokultureller Arbeitslogik – etwa technische Experten oder selbstständige Fachkräfte – berichten deutlich häufiger von regelmäßiger KI-Nutzung. Niedrigere Nutzungsraten finden sich dagegen in Erwerbsklassen mit geringerer formaler Qualifikation oder stärker standardisierten Tätigkeitsprofilen, etwa bei qualifizierten Arbeitern, Fachkräften im Dienstleistungsbereich oder kaufmännischen Angestellten. Insgesamt zeigt sich, dass ein erheblicher Teil der Erwerbstätigen bislang nur selten oder gar nicht mit KI arbeitet. Häufigere KI-Nutzung geht zugleich mit höherer subjektiver KI-Kompetenz und positiveren affektiven Einstellungen zu KI am Arbeitsplatz einher. Vielnutzende bewerten zudem die erwarteten Auswirkungen von KI auf Arbeitsbedingungen deutlich positiver und berichten geringere negative affektive und verhaltensbezogene Reaktionen auf die KI-Einführung am Arbeitsplatz. Insgesamt weisen die Befunde auf eine digitale Spaltung der KI-Nutzung entlang von Alter, Bildung und beruflicher Position hin.

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