Monitor Digitale Arbeitsgesellschaft – Kurzbericht der dritten Befragungswelle. Nach dem KI-Aufmerksamkeitsanstieg: Zwischen Stabilisierung, Skepsis und Regulierungsanforderungen
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Der Kurzbericht präsentiert zentrale Ergebnisse der dritten von vier repräsentativen Befragungswellen der Studie Monitor Digitale Arbeitsgesellschaft, die im Rahmen des Forschungsprojekts Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz 3.0 durchgeführt wurde. Grundlage sind die Angaben von 1.647 Befragten (928 Erwerbstätige, 719 Nichterwerbstätige) im Januar 2026. Die dritte Befragungswelle zeigt, dass das im Verlauf des Jahres 2025 gestiegene Interesse an KI zu Beginn des Jahres 2026 wieder leicht zurückgeht, während die subjektive Einschätzung des eigenen Wissens auf dem erreichten Niveau stabil bleibt. Gleichzeitig nehmen Vorbehalte gegenüber bestimmten gesellschaftlichen Einsatzfeldern zu, insbesondere in Bereichen mit Bezug zu staatlichen Sicherheitsaufgaben und politischen Entscheidungen. In der Arbeitswelt bleibt die Bewertung der Auswirkungen von KI auf den eigenen Beruf insgesamt stabil und leicht nutzenorientiert. Die berufliche Nutzung von KI stagniert zuletzt weitgehend. Viele Beschäftigte berichten weiterhin keine grundlegenden Veränderungen ihrer Tätigkeitsanforderungen und nur geringe persönliche Jobunsicherheit, während die Sorge, dass KI menschliche Arbeit allgemein ersetzen oder grundlegend verändern könnte, weiterhin deutlich stärker verbreitet ist als die persönliche Jobunsicherheit. Erstmals wird zudem ein besonderes Schlaglicht auf die Regulierungspräferenzen der Bevölkerung geworfen: Während staatliche Eingriffe bei arbeitsmarktbezogenen Folgen breite Unterstützung finden, werden Eingriffe in wirtschaftliche Freiheiten und steuerpolitische Maßnahmen deutlich ambivalenter bewertet. Insgesamt deutet sich eine stärkere Ausdifferenzierung und Festigung der Einstellungen gegenüber KI an.